Wissenswertes über den Atem

Wir alle tun es, regelmässig, unbewusst, immer: Atmen.

Das Leben eines Menschen beginnt mit einem Atemzug und endet mit einer tiefen Ausatmung. Dazwischen liegen Millionen von Atemzügen, die unser Leben auf alle möglichen Arten beeinflussen.

Ohne Nahrung können wir einige Wochen überleben, ohne Wasser ungefähr drei Tage, ohne Atem aber nur ganz wenige Minuten.

Täglich atmet ein Erwachsener etwa 23’000mal ein und bewegt dabei rund zwölfeinhalb Kubikmeter Luft. In Ruhe atmet er in der Minute durchschnittlich etwa 15 bis 16 mal ein und aus. Bei tiefer Entspannung vermindert sich die Frequenz der Atemzüge vorübergehend auf 6 bis 10 pro Minute.

Die Bedeutung des Atems war allen Hochkulturen schon ein Begriff, zum Beispiel den alten Griechen. Worte wie Pneuma und Odem wurden sowohl für den Atem als auch für den Geist und die Seele benutzt. Auch in der ägyptischen Kultur zur Zeit der Pharaonen wurde dem Atem besondere Wichtigkeit beigemessen. So heisst zum Beispiel der Name der Göttin Serket übersetzt „die atmen lässt“. In China behandelte man Krankeiten mittels Atemanwendungen - noch bevor die Akupunktur zum Einsatz kam.

Bei uns entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg verschiedene Methoden, den Atem therapeutisch und pädagogisch durch Atemtherapien zu nutzen. Denn der Atem hat die Fähigkeit, sich der jeweiligen Situation anzupassen, diese zu unterstützen oder, wenn nötig, auszugleichen.